Die aktuelle Ausgabe des Voice Magazines ist Jamaica und dessen Kreativszene gewidmet. Die Nummer 7 wurde von Peter Dean Rickards und dem Produzenten Russell Hergert zusammengestellt. In zahlreichen Beiträgen wird ein Einblick in das Leben und die Kultur von Jamaica gewährt. Zu den Texten gibt es oft noch Videos, Interviews oder Sound als Ergänzung. Eine sehr schön gestaltetes Werk, dass man sich umbedingt anschauen sollte !
Ab 7. Juli präsentiert DRS 3 eine neue Reggae-Special Sendung ! Jeden Dienstag von 20.00-22.00 Uhr stellt Simon Steuri während zwei Stunden Klassiker und Neuheiten aus Jamaica vor. Natürlich richtet die Sendung ihren Fokus auch auf die nationale Reggaeszene. Für die redaktionelle Arbeit stehen Simon Steuri langjährige Szenenkenner zur Seite. Man darf gespannt sein, wie die erste Sendung ausfallen wird.
Radio DRS 3In Jamaica sind Bestrebungen im Gange den Äther von vulgärer und gewaltverherrlichender Musik zu bereinigen. Aus diesem Grund hat die Jamaican Broadcasting Commission bereits vor zwei Wochen entschieden, dass “Daggering-Tunes” und mit “Bleeps” versehene Stücke nicht mehr gespielt werden dürfen. Weder im Radio noch im Fernsehen sowohl auch als Live-Performance. Das Verbot bezog sich vorerst nur auf Dancehall aber mittlerweile sind auch Soca und andere Musikstile von der neuen Direktive betroffen. Das ganze Vorgehen der BC hat zu einer Kontroverse geführt mit hitzigen Diskusionen über Sinn und Unsinn der neuen Verordnung. Während die eine Seite einen moralischen Zerfall befürchtet, fühlen sich vor allem die Artists in ihrer künstlerischen Freiheit beraubt.
Vybz Kartel hat der BC jedenfalls den Kampf angesagt und will zusammen mit anderen (verfeindeten) Artists gegen das Verbot vorgehen.
A NUH MY MUSiC - VYBZ KARTEL
In der dritten Staffel der Doku-Reihe “American Gangster” auf BET ist die Jamaican Shower Posse im Fokus. Im Gegensatz zu den “Reality-Shows” von Ross Kemp oder Vinnie Jones die sich an die Fersen von Gangstern und Gesetzeshüter heften, geht es hier etwas “sachlicher” zu und her…
Vergangenen Samstag fand in Biel ein weiteres mal der 1-2-3 Badda Dan Clash statt.
Vier Soundsystems verwandelten an diesem Abend das Coupole in ein Schlachtfeld und kämpften um die begehrte Trophäe. Mit dabei waren die Baddis Crew (LU), Ganjaforce (SO), Sound Haunted (ZH) und Straight Sound (GE). Host an diesem Abend war kein geringerer als Worm von Bass Odyssey. Er sollte die vier Runden leiten und jeweils eine Entscheidung mit dem Publikum treffen…
Die erste Runde war eine Presentation Round (10′) an der alles gespielt werden durfte.Ganjaforce begann und trat bereits das erste mal ins Fettnäpfchen. Der MC kündigte grossartig einen Cocoa Tea Tune an während sein Selector mit einer Half Pint Dub den Clash eröffnete. Zum Glück schienen das seine Kontrahenden nicht wahrgenommen zu haben, denn es ging später keiner darauf ein. Alle Sounds spielten ein gutes Set und hatten nichts zu befürchten, denn in dieser Runde konnte niemand rausfliegen.
Nun folgte eine 15-minütige Dubplate Runde. Der erste Sound musste sich nach dieser Runde bereits verabschieden. Das Publikum war zu beginn noch ziemlich neutral. Im Verlauf dieser Runde kristalisierten sich jedoch schon ziemlich deutlich die Kräfteverhältnis im Publikum heraus. Baddis Crew und Ganjaforce schienen demnach das Rennen zu machen, während Sound Haunted und Straight Sound das nachsehen haben. Jedenfalls wurden die ersten Custom-Mades ausgepackt und die MC’s begannen sich gegenseitig zu dissen. Der Soundwar hatte begonnen ! Das Publikum entschied sich klar für ein weiter kommen von Baddis und Ganjaforce. Nach mehreren Abstimmungen kam dann noch Straight Sound in die nächste Runde. Sound Haunted konnte mit seinen Tunes die Massive nicht überzeugen. Vermutlich ist er noch etwas zu unbekannt oder es lag an den Intros mit den Big Ups für die “Amsterdam Massive”.
Die dritte Runde war eine 45-Round (10′) in der nur Originale gespielt werden durften.
Natürlich ging ich davon aus, dass nun endlich wieder Vinyl zum Zuge kommt. Bis anhin haben nämlich alle “Sounds” mit CD aufgelegt ! Aber weit gefehlt, nur Ganjaforce brachte ein Hauch von Nostalgie zurück und spielte seine Selection auf Vinyl. Big Up ! Ganjaforce und Baddis brachten einige geschickte Tunes während sich Straight Sound mit Ausflügen in Hip Hop und Soca versuchte. Das Publikum entschied sich danach gegen Straight Sound und ebnete somit den anderen beiden Sounds den Weg ins Finale.
Es ging aber nicht gerade mit einem Dub-Fi-Dub los, sondern es folgte eine weitere 15-minütige Dubplate Runde. Mit zahlreichen Murder Weapons wurde um die Gunst des Publikums gebuhlt um bei der Endschlacht möglichst viele Supporter auf der eigenen Seite zu haben.
Baddis Crew startete ins Dub-Fi-Dub mit Minus 1 Punkten weil sie einen Replay zu verzeichnen hatten.
Das Dub-Fi-Dub gibts als Audio-File zum anhören. Die Qualität ist nicht besonders gut, aber um einen Eindruck des Clashes zu kriegen reicht dies allemal.
Baddis Crew setzte sich im Dub Fi Dub durch und gewann ziemlich deutlich.
Es haben sich alle Sounds gut geschlagen und eine tolle Show geboten.
Gratulation an die Adresse der Baddis Crew und ein grosse Big Up für den Promoter RUFF PACK.
Respect !
Am Sonntag wird über die Hanfinitiative abgestimmt. Um nochmals auf die Anliegen der kriminalisierten Konsumenten hinzuweisen, hat aus diesem Grund am Mittwoch in Zürich ein Ganja Carnival staffgefunden. Mit einem Soundsystem-Mobil zogen rund 200 Leute vom Helvetiaplatz durch die Bahnhofstrasse bis zum Bürkliplatz. Dabei wurden sie musikalisch von den Lokalmatadoren Elijah und Phenomden begleitet.
Die Reaktionen aus der Bevölkerung waren durchwegs positiv sodass zu hoffen bleibt, dass die Initiative gut abschneidet. Ansonsten freuen wir uns bereits auf den nächsten Carnival. Geraucht wird bis dann ohnehin !
JA ZUR HANFINITIATIVE AM 30. NOVEMBER 2008
Free up the Herbs !


